Ein bedeutendes Leck enthüllt einen vielversprechenden Hinweis auf die kommende Handheld-Konsole PS6.
Ein brisanter Leak hat die Gerüchteküche um die PS6 ordentlich angeheizt. Und dieses Mal stammt der Hinweis nicht von einem zufälligen Leak, sondern von einem Linux-Kernel-Patch, der von einem AMD-Ingenieur signiert wurde. Vielversprechend, finden Sie nicht?
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Ein Kernel-Patch, der Bände spricht
Vishal Badole, ein Ingenieur bei AMD, hat einen Patch eingereicht, der die Klassifizierung der Kerntypen in der x86-Topologie des Linux-Kernels erweitert. Bisher gab es zwei Kategorien: Performance und Efficiency. Der Patch fügt eine dritte Kategorie hinzu, genannt Low Power, die über die CPUID im Eintrag Fn0x80000026 (Bits EBX 31 bis 28) identifizierbar ist. Der Wert 2 kennzeichnet einen Kern, der für minimalen Stromverbrauch bei Hintergrundprozessen und Inaktivitätsphasen ausgelegt ist.
Der Code zielt auf die 1Ah-Modellfamilie 70h ab, eine Zwischenstufe der Zen-6-Architektur, sowie auf Hygon-Chips derselben Generation. Der Patch wird derzeit auf der Kernel-Mailingliste geprüft und ist noch nicht in den Hauptzweig integriert. Er bestätigt jedoch, dass AMD tatsächlich eine dreistufige Kernarchitektur für die nächste Generation entwickelt.

Was das für die PS6-Handheld-Konsole bedeutet
Seit Monaten kursieren in diversen Leaks Gerüchte über eine halb-kundenspezifische AMD-APU mit dem Codenamen Canis, die für eine tragbare Sony-Konsole entwickelt wurde. Die vom Leaker „Moore’s Law is Dead“ beschriebene Konfiguration kombiniert vier Zen-6C-Kerne für Spiele und zwei Zen-6LP-Kerne, die für das Konsolensystem reserviert sind. Dadurch würden etwa 20 % der CPU-Leistung für Spiele frei.
Die im Patch beschriebene Rolle – dedizierte Kerne für Systemaufgaben – entspricht exakt derjenigen der LPs in Canis. Der Hinweis ist technisch fundiert und verknüpft die Innovation des 3-nm-Fertigungsprozesses von TSMC direkt mit diesem Projekt für eine tragbare Konsole. Sony hat zwar noch nichts bestätigt, aber die Technologie hinter diesem Patch spricht für sich.
Warum AMD Intel nicht kopiert
Intel stellt bereits auf seinen Meteor-Lake- und Lunar-Lake-Chips stromsparende Kerne bereit, die mithilfe eines Hardware-Thread-Directors priorisiert werden. AMD verfolgt den gegenteiligen Ansatz: Die Kerne nutzen in allen drei Kategorien denselben x86-Befehlssatz, und das Betriebssystem liest den Kerntyp beim Start direkt aus der CPUID.
Ich finde es ehrlich gesagt eleganter. Es ist keine proprietäre Firmware nötig, um Threads zu ordnen. Der Kernel erledigt das, wie immer. Das erklärt, warum diese Unterstützung im Quellcode von AMD und nicht von Intel zu finden ist – und warum sie bereits in einer öffentlichen Mailingliste erwähnt wird.
Pass auf, dass du dich nicht zu schnell mitreißen lässt.
Mehrere Anzeichen mahnen zur Vorsicht. Alle Informationen zu Canis befinden sich weiterhin im Leak-Stadium und stammen von einem einzigen Informanten. Sony hat die Existenz eines solchen Geräts noch nicht bestätigt. Die Bezeichnung Zen6LP ist zwar praktisch, doch die tatsächliche Architektur der Kerne ist weiterhin unklar. Ältere Analysen bezifferten ihre Leistung auf etwa 65 bis 75 % der IPC eines Zen5, was eher auf ein überarbeitetes, minimalistisches Design als auf einen vollgedrosselten Zen6 hindeutet.
Der Zeitplan ist auch nicht unmittelbar: Zen6 Medusa für PC wird voraussichtlich um die CES 2027 herum vorgestellt, und die Produktion von Canis beginnt erst Mitte desselben Jahres. Der Patch belegt jedoch, dass AMD an einer dreistufigen Kernarchitektur arbeitet. Die Verbindung zur tragbaren PS6 bleibt eine Schlussfolgerung aus Querverweisen – plausibel, aber unbewiesen. Ein wichtiger Hinweis, solange er nicht als offizielle Ankündigung interpretiert wird. Aber man muss zugeben, für einen Linux-Kernel-Leak ist das verdammt spannend.
Quelle: www.jeuxvideo.com




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