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MacBook Neo nach 3 Monaten: Wie ein ehemaliger Skeptiker macOS für sich entdeckte

By Simon , on Juli 6, 2026 , updated on Juli 6, 2026 - 5 minutes to read
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Nach drei Monaten mit dem MacBook Neo muss ich zugeben, dass ich meine Meinung zu macOS geändert habe. Als langjähriger eingefleischter Windows-Nutzer und Linux-Enthusiast war ich einst einer der Ersten, die das Apple-Ökosystem kritisierten. Dieses Einsteigergerät hat mich gezwungen, meine Vorurteile zu überdenken.

Warum ich ein macOS-Skeptiker war

Ich bin mit Windows 95 aufgewachsen und habe dann diverse Microsoft-Versionen ausprobiert, bis mich der miserable Zustand von Windows 10 und 11 schließlich zu Linux trieb. 2015 hatte ich bereits beruflich mit einem MacBook gearbeitet, und die Erfahrung war die Hölle. Nichts war da, wo ich es erwartet hatte, und selbst einfachste Aktionen – wie das Deinstallieren von Software oder das Eintippen eines „²“ – erforderten eine Google-Suche.

Diese Erinnerung hielt mich lange von Apple fern. Doch das MacBook Neo zum Preis von 699 € weckte mein Interesse. Mit seinem iPhone-Chip und dem Aluminiumgehäuse versprach es das Wesentliche ohne Schnickschnack. Ich beschloss, es auszuprobieren und nutzte es drei Monate lang als Hauptrechner.

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Meine täglichen Erfahrungen mit dem MacBook Neo

Eine überraschend leistungsfähige Maschine

Technisch gesehen hat mich das MacBook Neo umgehauen. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Computer mit einem iPhone-Chip meinen täglichen Arbeitsablauf bewältigen könnte: Surfen, Schreiben, einfache Fotobearbeitung und sogar einige Indie-Spiele. Ich musste meinen Linux-Desktop während des gesamten Testzeitraums nicht mehr einschalten.

Natürlich hat es seine Grenzen. Mit 18 geöffneten Tabs und laufender Bildbearbeitungssoftware traten zwar einige Verzögerungen auf, aber für einen Laptop dieser Preisklasse ist das nichts Beunruhigendes. Apples Softwareoptimierung ist wirklich beeindruckend. macOS Bleibt auch auf einfacher Hardware flüssig.

Ich habe aber auch einige Kritikpunkte. Das Fehlen einer Tastaturbeleuchtung hat mich sehr gestört, da ich oft im Dunkeln arbeite. Und das Fehlen von Biometrie – gegen einen Aufpreis von 100 € als Option erhältlich – macht die Passworteingabe repetitiv, ein echter Rückschritt im Jahr 2026.

Akkulaufzeit und Bildschirm: bewusste Kompromisse

Die Akkulaufzeit ist ordentlich, aber nicht herausragend: etwa 8 Stunden bei gemischter Nutzung, und das Aufladen dauert recht lange. Das ist weit entfernt von der Leistung des MacBook Air M4, das man generalüberholt für rund 900 € findet. Dieses bietet einen besseren Bildschirm, mehr Anschlüsse und eine deutlich längere Akkulaufzeit.

Der Bildschirm des Neo ist gut und bietet eine akkurate Farbwiedergabe, allerdings ist die Glasscheibe sehr anfällig für Spiegelungen. Das Arbeiten mit dem Rücken zum Fenster oder im Freien wird dadurch schnell lästig. Glücklicherweise ist der Verzicht auf eine Notch im Bildschirm im Vergleich zu den anderen Modellen der Reihe ein echter Vorteil.

Trotz dieser Mängel ist die Verarbeitungsqualität tadellos. Das Aluminiumgehäuse vermittelt ein solides Gefühl, und das Gesamtdesign ist nach wie vor leicht und leise. Für Studenten oder Büroangestellte ist es ein attraktiver Kompromiss.

Wie macOS mich überzeugt hat (und warum ich fast aufgegeben hätte)

Die Trackpad-Revolution

Bei meinem ersten Versuch mit macOS nutzte ich das angedockte MacBook mit externem Monitor, Tastatur und Maus. Diesmal verwendete ich es im Handheld-Modus, ganz ohne Zubehör. Und da machte es Klick. Mit der Hand auf dem Trackpad und dem Daumen auf der Befehlstaste entfaltet das System sein volles Potenzial.

Virtuelle Desktops werden intuitiv: Eine Vollbildanwendung erstellt automatisch einen virtuellen Desktop, und eine Drei-Finger-Geste genügt, um zwischen ihnen zu wechseln. Es ist einfach, flüssig und verändert das Arbeiten auf einem einzelnen Bildschirm grundlegend.

macOS Seit 2015 hat sich der Finder deutlich weiterentwickelt. Er öffnet nun alle Archive ohne PeaZip. Die offizielle Softwarebibliothek ist umfangreich, und ich benötigte keine zusätzlichen Programme wie Alfred oder Raycast. Das ist Apples Stärke: ein sofort einsatzbereites, benutzerfreundliches und unkompliziertes System.

Anhaltende Irritationen

Aber es ist nicht alles perfekt. Die Tastatur ist nach wie vor mein Albtraum. Um französische Anführungszeichen, Klammern oder hochgestellte Zeichen einzugeben, muss ich jede mögliche Kombination von CMD, Option, Strg und Shift ausprobieren. Und im Dunkeln, mit einer Tastatur ohne Hintergrundbeleuchtung, ist es die Hölle.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die mangelnde Offenheit des Ökosystems. Das Übertragen von Dateien von einem Android-Smartphone ist umständlich. Lösungen wie OpenMTP existieren zwar, aber warum integriert Apple keine native Funktion? Glücklicherweise schließen LocalSend und andere drahtlose Tools diese Lücke.

Und schließlich ist das Emoji-Pop-up zu empfindlich und reagiert nicht schnell genug. Man klickt viel zu leicht das Falsche an, und schon schließt sich das Fenster. Nichts Weltbewegendes, aber im Alltag ziemlich nervig.

macOS vs. Linux vs. Windows: Mein abschließendes Urteil

Benutzererfahrung an erster Stelle

Nach drei Monaten fühlt sich die Rückkehr zu einem Windows-PC antiquiert an. Die Verwaltung virtueller Desktops ist deutlich weniger komfortabel als unter macOS. Unter Linux, mit Umgebungen wie KDE oder i3, erhält man zwar die Vorteile beider Welten, muss aber bereit sein, sich intensiv mit der Konfiguration auseinanderzusetzen.

macOS Es bietet die perfekte Balance zwischen Leistung und Einfachheit für alle, die nicht stundenlang ihr Betriebssystem konfigurieren möchten. Die Softwarebibliothek ist umfangreich, das System stabil und das Hardware-/Software-Ökosystem perfekt integriert.

Was die betrifft MacBook NeoEs ist ein hervorragender Einstieg in die Apple-Welt. Für 699 € erhält man ein hochwertig verarbeitetes, leises und flüssiges Notebook. Wie mein Kollege Romain schon sagte, wird es Apple-Geschichte schreiben. Ich bin gespannt auf die nächste Generation und darauf, ob die kleineren Mängel – die fehlende Tastaturbeleuchtung und die durchschnittliche Akkulaufzeit – behoben werden.

Empfehle ich also macOS? Ja, ohne Zögern, für den Durchschnittsnutzer. Für Bastler wie mich ist Linux nach wie vor gut handhabbar, aber ich muss zugeben, dass… Benutzererfahrung hat mich über meine eigenen Annahme eines geschlossenen Systems. Ein echtes Evolution für einen Ältesten skeptisch wie ich.

Quelle: www.presse-citron.net

Simon

Ingénieur système linux passionné par l'optimisation et la sécurité des infrastructures. Avec 34 ans d'expérience de vie, je m'efforce de résoudre des défis techniques avec créativité et efficacité. Toujours à l'affût des dernières innovations technologiques, j'aime partager mes connaissances et collaborer avec des équipes pour atteindre des objectifs communs.

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